Die Haupthafenroute in Hamburg verknüpft die nördlichen Hafenteile auf direktem Weg miteinander und bindet diese an die Autobahnachsen A 1/A 255 und A 7 an. Sie ist die zentrale Verbindungs- und Erschließungsachse für den Hafen und daher für einen effizienten Betrieb und die Entwicklungsfähigkeit des Hafens von entscheidender Bedeutung. Die Entwicklungen im östlichen Hafengebiet im Zuge der HafenCity und dem „Sprung über die Elbe“ im Rahmen der IBA/IGA 2013 bedingen eine Neusortierung der Verkehre. Dabei soll das von städtischen Verkehren geprägte Verkehrsnetz von dem stark schwerlastverkehrsgeprägten Hafenverkehrsnetz möglichst getrennt werden und letzteres mittels einer neuen Anbindung der Haupthafenroute an die B 75 Anschlussstelle Georgswerder an das übergeordnete Bundesfernstraßennetz angebunden werden.
Im Rahmen dieser Machbarkeitsuntersuchung wurde die konstruktiv-technische Machbarkeit des Ostlinks in den Alternativen Brücke und Tunnel geprüft. Mit Ende der Planungsleistung konnte der Auftraggeber in die Lage versetzt werden, die Initialisierung des Investitionsprojektes in die Wege zu leiten.
Gemäß den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt, ReStra) werden für den Ostlink entsprechend der Straßenkategorie VS II und ihrer Lage innerhalb bebauter Gebiete die Entwurfselemente für Fahrbahnen von anbaufreien Hauptverkehrsstraßen abgeleitet. Die zulässige Geschwindigkeit wird auf 50 km/h festgelegt. Für den Ostlink kommt ein 2 bahnig, 4-sreifiger Querschnitt zur Anwendung.
In einem iterativen Prozess zwischen Verkehrsanlagen- und Brücken- bzw. Tunnelplanung wurden zunächst Achsen und Gradienten für eine Brücke bzw. einen Tunnel ermittelt. Dabei waren eine Vielzahl von Zwangspunkten u.a. der Hochwasserschutz, bestehende und geplante Gleise der Hafenbahn sowie der DB (6-gleisiger Ausbau der DB-Strecke), die Müggenburger Durchfahrt und Ballinpark maßgebend.
Im Rahmen der Machbarkeitsstudie waren 2 Knotenpunkte „Am Saalehafen“ sowie im Bereich Veddeler Straße / Harburger Chaussee verkehrstechnisch zu untersuchen und im Ergebnis dessen leistungsfähig zu gestalten. Alle Radrouten im Planungsgebiet wurden berücksichtigt und aufrechterhalten.
Auftraggeber
HPA Hamburg Port Authority AöR
Planungsleistungen
- Machbarkeitsstudie
- Verkehrsanlagenplanung Brücke
- Konstruktive Planung Brücke
- Verkehrstechnische Planung
- Verkehrsanlagenplanung Tunnel
- Konstruktive Planung Tunnel
- Tunnelsicherheits- und Ausstattungsplanung